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Manifest

Das Patriarchat hat zwei Töchter. Davon ist die eine fleißig und schön, die andere faul und hässlich. Das sind wir. Wir sind wenige, doch wir wissen, dass viele die gleiche Gewalt durchdringt. Das Patriarchat will uns unter vier Augen sprechen, aber wir lassen uns nicht vereinzeln. Denn wenn wir, als faule, wütende Pizzamonster ein aktivistisches Kollektiv gründen, dann bedeutet das, dass uns nichts anderes übrig bleibt, als Staaten zu stürzen, Geldsysteme abzuschaffen, Binaritäten zu sprengen und das Patriarchat zu vernichten. 

Wir weigern uns, unsere Leidenschaft und Kreativität zu vergeuden. Wir weigern uns, geistig und künstlerisch zu verkümmern. Wir sagen, was wir denken. Wir sagen, was wir fühlen. Das ist unsere Revolution. Kunst ist unsere Widerstandsform. Wir glauben an die witchcraft vom Theater. An kollektive Kunst. Aus diesem blühenden Garten unserer Überzeugungen heraus behalten wir euch im Auge, wie ihr eure Zäune baut. Unsere Katze streichelnd. Ein zartes Gewebe aus weichem Moos unter uns. Pilze, die sich verflechten und kommunizieren. Uns zuflüstern, dass wir uns verweigern sollen. Denn unser Nicht-Mitspielen ist vielleicht die größte Gefahr. Und wie die Pilze in wenigen Minuten ein ganzes U-Bahn-Netz entwickeln, wofür Menschen Jahre bräuchten, so lassen wir uns von Alraunen und Petersilie die Richtung weisen. Sie überwuchern jede Bühne dieser Welt und erinnern uns daran, wie kämpferisch die Faulheit ist.