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Manifest

Wenn Feminismus bedeutet, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Freiheiten haben sollten, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität, ihrem Körper, ihrer Herkunft, ihrer Klasse, dann steht auch allen Menschen zu, sich dafür einzusetzen. Auch uns. Egal wie pink mein Fahrrad ist. Egal wie radikal deine Worte in den Ohren von Heinz-Dieter klingen. Egal wie soft dein Nachbar „Mülltrennung“ ausspricht. Und wenn du mich hysterisch findest. Informier dich selbst über die Herkunft der Sprache, ist nicht mein Business. Aber gender sie, auf allem anderen steht die Todesstrafe. Und wenn wir, als aufgeklärte, faule, verantwortungsbewusste Pizzamonster ein aktivistisches Kollektiv gründen, dann bedeutet das, dass uns nichts anderes übrig bleibt, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, toxische Männlichkeit und Rassismus auszukotzen und das Patriarchat zu vernichten. Du bist viel zu lieb, weißt du das. Du bist die ganze Zeit so höflich. Höflichkeit ist auch so ne Art Gewalt. Ne Gewalt gegen dich. Ok. Dann formuliere ich es anders. Frauen, Queers, ihre Verbündeten, wir alle müssen intensiver davon träumen, anders zu leben und zu lieben. Uns befreien vom neoliberalen geschlechtsspezifischen Bonding. Wir müssen aufhören, uns zu schämen und uns unsere Träume nicht mehr von stinkenden, an den Rändern gelben alten Männern vorsabbern lassen. Sonst können wir das überkommene, antike Manuskript in Antiqua von Arbeit, Macht, Sex und Liebe niemals umschreiben. Ach was. We can do it. Lächle und stell dich nicht so an. Sei ein bisschen süß, fügsam, angepasst, höflich, unterwürfig, unkompliziert etc. pp., dann kannst du alles haben. Ach nö. Stimmt so nicht. Da bin ich raus. We can’t do it. Nein, wir können nicht alles haben. 1989 ist noch nicht alles erreicht gewesen und es reicht auch nicht langsam mal wieder. Dieses verlogene „We can do it.“ Wir haben unseren Traum, alles haben zu können, aus den Augen verloren und sind in ein „Alleserledigen-müssen-und-dennoch-nicht-alleshaben- können“ abgerutscht. Feminismus ist eine Bedrohung für das Geschlecht als Arbeitskapital. Vale. Fleischmarkt. Ich putze, also bin ich.  Die USA plant einen "Nein heißt Ja" - Strafrechtsparagrafen. Ich will keine Gleichberechtigung. Ich will ein Matriarchat. Und eine Transgenderquote von 80 Prozent. Und heterosexueller Sex, der für die Frau ohne Orgasmus endet, hat als Nötigung zu gelten. Boys don‘t cry. Boys can wear Make-up. He? She? Me! Free. Das Patriarchat hat zwei Töchter. Davon ist die eine fleißig und schön, die andere faul und hässlich. Und das sind wir. Ich habe heute leider keine Zukunft für dich. Gut. Then I smash the fucking patriarchy. When you smash the fucking patriarchy, I have no more fucks to give to you. Ja, dann ist das so. Da steckt man nicht drin. Aber wir teilen jetzt aus.